Schwarmdummheit schlägt Innovation

Die zweite hauptsächliche Ursache, die mir insbesondere in Deutschland auffällt, ist ein Phänomen, das die Psychologie als Gruppendenken bezeichnet (groupthink, vgl. Janis 1972). Mit dem Treiber Zugehörigkeit passt sich jede beteiligte Person unbewusst an eine erwartete Gruppenmeinung an. Als Querulant und Störer möchte man nicht gelten – auch dann nicht, wenn offensichtlich fatale Entscheidungen getroffen werden. Professor Günther Dück hat diese Dynamik 2016 als „Schwarmdummheit“ bezeichnet.


Vor allem wenn Entscheidungen in der nicht-diversen Komfortzone, abgeschottet von äußeren Einflüssen getroffen werden, kommt es zum oben beschriebenen Phänomen des um sich selbst Kreisens, verbunden mit oft vorschnellen Lösungen.

Um Probleme in 360´ zu erkennen braucht es – neben dringend notwendiger Diversität der Beteiligten – den Mut, Muster zu brechen, also alle vorherrschenden Annahmen in Frage zu stellen bzw. neu zu interpretieren. Wer den Status-Quo in Frage stellt, kann auch etwas Bestehendes zu etwas ganz Neuem zusammenzufügen.


Dafür müssen Sie den Grad der Verregelung in Ihrem Unternehmen deutlich reduzieren und eine Kultur aufbauen, die das (teils radikale) Infrage stellen des Status Quo honoriert.

Weiterlesen: https://christinaboesenberg.de/transformation-5-empfehlungen/

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